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Hochzeit - Hochzeitsbräuche

Beim Brauch des Polterabends wird vor der Hochzeit Porzellan und anderes Geschirr zerbrochen, um dem Paar viel Glück und Erfolg in der Ehe zu wünschen. In Österreich und der Schweiz wird der Begriff "Polterabend" oft auch für den Junggesellenabend verwendet.

Der Polterabend findet in der Regel vor dem Haus der Braut bzw. deren Eltern statt. Das Brautpaar gibt den Termin bekannt, lädt jedoch niemanden ein. Kommen kann aber, wer will. So können auch Bekannte, die zur Hochzeit selbst nicht eingeladen sind, mitfeiern und sich mit dem zukünftigen Brautpaar freuen. Diese sorgen im Gegenzug für die Verpflegung.

Der Höhepunkt dieses Brauches ist das Zerbrechen von mitgebrachtem Porzellan und anderen Gegenständen wie Blumentöpfen, Bidets, Waschbecken. Nicht zerschlagen werden sollte Glas, das Glück bringen soll, und Spiegel. Zum Abschluss muss das Brautpaar dann gemeinsam die Scherben wegräumen. Dies soll dem künftigen Ehepaar zeigen, dass zukünftige schwierige Probleme gemeinsam gemeistert werden sollen.

Wo liegt der Ursprung des Polterabends? Genaues ist nicht bekannt. Manche meinen, dass durch das Zerbrechen des Porzellans böse Geister vertrieben würden. Interessant ist ein soziologischer Ansatz, wonach Junggesellen, die auch gerne die Braut geehelicht hätten, bei diesem gemeinsamen Akt des Zerschlagens ihren Frust loswerden können.

 
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